Stell dir eine Spenglerei vor, fünf Leute. Der Chef heißt Luis, ist achtundsechzig, und im Frühjahr übernimmt seine Tochter Verena. Besprochen ist das längst: Der Steuerberater weiß es, die Bank weiß es, der Termin beim Notar steht. Luis hat sogar an das gedacht, was nur er im Kopf hat. Welches Dach im Dorf man im März noch nicht anfasst. Bei welchem Kunden man anruft, bevor die Rechnung kommt. Wie man dieses Wissen sichert, haben wir woanders aufgeschrieben – die Kunden kommen darin nicht vor. Und um die geht es hier. Wir begleiten solche Übergaben auch gegen Rechnung; für das hier brauchst du uns nicht. Der Nachbar sagt keinen Firmennamen Wie kommt ein neuer Kunde zu Luis? Über den Gartenzaun. Der Nachbar sagt: „Ruf den Luis an, der macht dir das.“ Er sagt einen Vornamen. Er meint einen Menschen. Was da weitergegeben wird, ist keine Firma. Es ist eine Bürgschaft. Der Nachbar legt für Luis die Hand ins Feuer, weil er ihn kennt. Hört Luis auf, hört die Bürgschaft auf. Das...
Bei einer Gärtnerei hängt im Büro eine Auswertung an der Pinnwand. Sie kommt jeden Monat per Mail von der Firma, die die Website betreut: Besucher im letzten Monat, Vergleich zum Vormonat, ein Balken pro Woche. Die Chefin druckt sie aus und heftet sie zu den elf davor. Im Mai waren es sechshundert Besucher, im November zweihundert. Sie schaut hin, nickt und weiß danach so wenig wie vorher: Bringt das Geld etwas, das sie ausgibt, damit man sie findet? Website, Eintrag im Branchenverzeichnis, Anzeige im Gemeindeblatt, Verbandsbeitrag – im Jahr läuft da einiges zusammen. Das liegt nicht an ihr. Die Auswertung kann diese Frage gar nicht beantworten. An Auswertungen wie dieser verdienen wir übrigens mit. Die Methode hier kostet nichts und läuft ohne uns. An der Pinnwand hängt die falsche Zahl Die Auswertung zählt, wie oft die Seite geöffnet wurde. Das kann sie gut. Was darin nicht steht, ist das Wichtigere: warum der Besucher überhaupt gekommen ist. Ob ihn die Nachbarin geschick...